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Michael Seel
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Agentic Software Engineering Night #3 in Köln: BMAD zwischen Genie und Wahnsinn

Abstraktes Titelbild zu Agentic Software Engineering Night #3 in Köln: BMAD zwischen Genie und Wahnsinn

Die dritte Agentic Software Engineering Night im Kölner INNOQ-Büro. Diesmal stand ich selbst vorne, mit einem Talk über BMAD und über agentische Mini-Teams.

Mein Talk auf der ASE Night #3 in Köln

Mein Talk hieß How to BMAD: Genie und Wahnsinn, und beides war an dem Abend zu sehen. Der größte Hebel von BMAD kommt vor dem ersten Stück Code, im gemeinsamen Denken. Im besten Fall entstehen saubere Specs aus echten Teamgesprächen. Im schlechtesten Fall produziert man sehr strukturierten Unsinn, Wasserfall mit KI-Anstrich.

Den Inhalt schreibe ich hier nicht noch einmal aus. Er deckt sich ohnehin ziemlich genau mit zwei Artikeln, die ich vorher veröffentlicht habe. Wer tiefer einsteigen will, kann sich diese beiden Blogartikel durchlesen:

Die Folien zum Durchblättern

Folie 1 Folie 2 Folie 3 Folie 4 Folie 5 Folie 6 Folie 7 Folie 8 Folie 9 Folie 10 Folie 11 Folie 12 Folie 13 Folie 14 Folie 15 Folie 16 Folie 17 Folie 18 Folie 19 Folie 20 Folie 21 Folie 22 Folie 23 Folie 24 Folie 25 Folie 26 Folie 27 Folie 28 Folie 29 Folie 30 Folie 31 Folie 32 Folie 33 Folie 34 Folie 35 Folie 36 Folie 37 Folie 38 Folie 39 Folie 40 Folie 41 Folie 42 Folie 43 Folie 44 Folie 45

Zum Wischen, Scrollen oder mit den Pfeilen. Lieber am Stück: die Folien als PDF.

Produktive Einsamkeit

Nach mir hat Daniel Westheide über die „produktive Einsamkeit” gesprochen, darüber, was verloren geht, wenn die KI zum wichtigsten Gesprächspartner wird. Was ich mitnehme: Der Wert liegt nicht im fertigen Artefakt, sondern im gemeinsamen Verstehen. Und das entsteht nur, wenn Menschen miteinander reden.

Und so kam es dann auch. Am meisten gefreut haben mich die Fragen, und der Austausch, der daraus entstanden ist, hat mich ehrlich inspiriert.

Eine Frage geht mir seit dem Abend nicht mehr aus dem Kopf: Was verlernen wir gerade? Oder genauer, was haben wir längst verlernt? Vor hundert Jahren wusste jedes Kind, welcher Vogel da singt, wie der Baum heißt und zu welchem er das Blatt gehört. Dieses Wissen ist uns abhandengekommen. Nicht weil wir dümmer geworden sind, sondern weil es im Alltag schlicht niemand mehr braucht. Mich beschäftigt, welches Wissen gerade denselben Weg geht, jetzt wo Agenten uns Teile des Denkens abnehmen. Und ob das ein Verlust ist oder nur eine Verschiebung. Das trifft denselben Nerv wie Daniels Talk.

Beeindruckt hat mich außerdem, was andere schon mit agentischer Entwicklung machen. Da waren ein paar richtig krasse Sachen dabei, und vor allem wurde greifbar, wohin das alles läuft.

Für genau diesen Austausch fahre ich zu solchen Abenden. Danke an die Orga.

Fazit: Die Organisation muss sich bewegen, sonst verpufft agentischer Speed in alten Strukturen



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