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Michael Seel
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Der Performance Burger

Abstraktes Titelbild zu Der Performance Burger

Der Performance Burger

Am Donnerstag habe ich beim World Usability Day in Köln einen Vortrag gehalten. Das Haus an der TH Köln war voll, das Thema hieß Cross Device Usability. Und genau da liegt für mich gerade ein Problem: Wir machen Websites passend für immer mehr Geräte, laden sie aber gleichzeitig mit immer mehr Kram voll.

Blick in den Vortragssaal beim World Usability Day 2014 in Köln

Der Raum war voll, das Thema war erstaunlich konkret.

Den Vortrag hatte ich eigentlich mit Hessel vorbereitet. Weil Hessel krank wurde, ist Martin kurzfristig eingesprungen. Unser Bild dafür war ein völlig überladener Hamburger. Erst kommt die eigentliche Webseite. Dann noch ein großes Bild, ein Webfont, Tracking, ein Slider, Social-Kram und ein bisschen JavaScript oben drauf. Jede Zutat lässt sich einzeln erklären. Zusammen wird das Ding unhandlich. Genau so sehen gerade viele Websites aus.

Responsive Design löst davon nur einen Teil. Wenn eine Seite auf dem Smartphone formal passt, aber über 3G und auf schwächerer Hardware ewig braucht, dann ist sie nicht gut nutzbar. Dann ist sie nur kleiner. Gerade unter HTTP/1.1 merkt man das sofort.

Darum sehe ich Performance nicht als Fleißarbeit am Ende. Das ist eine Produktentscheidung. Was muss sofort da sein? Was kann weg? Welche Bilder dürfen kleiner sein? Welches Skript bringt wirklich etwas? Im Multi-Device-Kontext spürt man jede schlechte Entscheidung sehr direkt.

Genau deshalb ist mir Usability so wichtig. Eine Seite ist nicht erst dann schlecht, wenn sie kaputt ist. Es reicht oft schon, dass sie träge, überladen oder unklar wirkt. Web-Performance ist ein nicht unwichtiger Bestandteil von Usability!

Der Abend war echt toll. Aus den Vorträgen habe ich einige spannende Anstöße mitgenommen, dazu inspirierende Gespräche und ein paar neue Kontakte.



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